Hysterikon

von Ingrid Lausund

Sie befinden sich im Supermarkt der unerfüllten Leben – Was würden Sie kaufen, wenn alles käuflich ist? Den Ferrari in Form einer Espressomaschine, die Träume beim Joghurt oder die schnelle Liebe in der Tiefkühltruhe? Diese konsumkritische Metapher durchleben eine Handvoll desillusionierter Menschen sprichwörtlich, wenn sie in Ingrid Lausunds Stück „Hysterikon“ das suchen, was ihnen das Leben bisher verweigert hat.


Die Autorin, die zudem unter ihrem Pseudonym Mizzi Meyer das Drehbuch von „Er ist wieder da“ zu verantworten hat, führte bei der Uraufführung 2001 in Hamburg sogar selbst Regie. Nun wird „Hysterikon“ im kommenden Jahr ganz in der Manier des Stücks in Coburgs städtischen Leerständen als Schauplatz unseres Konsums aufgeführt. Die Namensähnlichkeit zum 2000 Jahre alten „Satyrikon“ von Petron, einem Roman voller Witz und scharfer Zunge über den Sittenverfall der römischen Gesellschaft, stammt nicht von ungefähr und wirft unweigerlich die Frage auf: Hat der Mensch in zwei Jahrtausenden des Konsums wirklich so viel dazugelernt?


Freuen Sie sich auf ein ganz besonderes Theatererlebnis und einen Abend voller Satire und Absurdität und der ein oder anderen essentiellen Wahrheit!


 


Regie: Carlotta Salamon
Dramaturgie: Victor Pohl