Bernarda Albas Haus

von Federico García Lorca
Deutsch von Karina Gómez-Montero

Bernarda Alba hält zwanghaft an Familientraditionen fest: Nach dem Tod ihres zweiten Ehemanns verordnet sie ihren Töchtern eine achtjährige Trauerzeit. Ihr Haus wird fortan zum Gefängnis, in dem die jungen Frauen sich nach dem Außen sehnen, bis das existenzielle Begehren und der Wunsch nach Freiheit immer stärker werden. Als sich die älteste Schwester mit ihrem Verlobten Pepe am Fenster trifft, wächst nicht nur die Missgunst unter den Frauen. Adela, die jüngste von Bernardas Töchtern, verliebt sich in Pepe; eine andere Schwester, Martirio, ebenfalls. Gefangen zwischen Autorität, gesellschaftlichen und moralischen Normen und dem Wunsch nach eigener Sexualität und Entfaltung, begehren die Frauen auf. Ein Gefüge aus Intrigen führt zu Brüchen in der repressiven Familienstruktur, die in dem Moment in einer Katastrophe endet, als Adela mit aller Konsequenz ausbricht.


In seinem letzten Drama „Bernarda Albas Haus“ macht der Dichter Federico García Lorca, der die spanische Literatur maßgeblich erneuert hat, eindrucksvoll deutlich, wie Systeme der gewaltvollen Unterdrückung funktionieren.


 


Inszenierung Matthias Straub
Choreographie Mireia Martinez Pineda
Bühnenbild/Kostüme Naomi Kean


 


 


Der Vorverkauf startet im Juli