Hamlet

Tragödie von William Shakespeare
Übersetzt von Fabian Appelshäuser und Matthias Straub nach August Wilhelm Schlegel

 

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Schwere Zeiten für Hamlet. Sein geliebter Vater ist tot, seine Mutter hat seinen Onkel geheiratet, seine Freundin geht ihm tierisch auf die Nerven und dass man noch zwei Schulfreunde eingeflogen hat, um ihn aufzuheitern, setzt dem Ganzen die Krone auf. Außer ihm scheint es niemanden zu interessieren, wie und warum sein Vater starb. Immer wird er als überspannter Sonderling, als der Traurige oder der, der übertreibt abgetan. Will niemand außer ihm die Wahrheit sehen? Es ist doch vollkommen offensichtlich, dass sein Onkel ein Mörder und seine Mutter eine Ehebrecherin ist und alle sich erst gegen seinen Vater und jetzt gegen ihn verschworen haben, um, ja um, wieso denn eigentlich genau?

In seiner Lesart des Shakespeare-Klassikers stellt Regisseur Matthias Straub die tradierte absolute Wahrheit des Stückes infrage. Könnte der alte König wirklich durch einen Unfall gestorben sein? Könnten Claudius und Gertrud aus politischen und nicht aus emotionalen Motiven geheiratet haben? So befragt entwickelt sich eine Doppelbödigkeit des Stoffes, die aus Prinz Hamlet einen Menschen werden lässt, der sich, in der Wahrnehmung seines Umfelds, zu einem Verschwörungsgläubigen entwickelt. Er verbindet die Ereignisse, das Verhalten seiner Mitmenschen und das Weltgeschehen zu einem labyrinthischen Gebäude, aus dem es kein Entrinnen geben kann. Aber was geschieht, wenn sich am Ende herausstellt, dass er recht hat?

Besetzung

 

Hamlet Florian Graf
Ophelia Marina Schmitz
Claudius Frederik Leberle
Gertrud Eva Marianne Berger
Polonius Nils Liebscher
Horatio, Rosenkranz, 1. Totengräber Benjamin Hübner
Laertes, Guildenstern, 2. Totengräber Philipp Rosenthal

Inszenierung Matthias Straub
Bühne Till Kuhnert
Kostüme Carola Volles
Kampfchoreografie Jean-Loup Fourure
Sound & Noise Dominik Tremel
Lichtregie Thilo Schneider
Aufnahmeleitung André Rößler
Dramaturgie Fabian Appelshäuser

 

Hamlet