Der Reichsbürger

Schauspiel von Annalena und Konstantin Küspert
Eine Publikumsverführung


Fernsehbericht aus der Premiere


Träumen Sie auch von einem alten Bauernhof auf dem Land mit viel Platz für Ihre Ideen und Bedürfnisse? Davon selbstständig zu sein? Sich ganz frei zu machen von gesellschaftlichen Erwartungen? Sich vielleicht sogar unabhängig zu machen von staatlichen Beschränkungen? Eine gelbe Linie um Ihr Grundstück zu ziehen? Und fragen Sie sich auch manchmal, ob wir überhaupt frei sind?


Jan B., ein bekennender Selbstverwalter, gibt an diesem kontroversen Abend in der Reithalle eine Einführung in das strittige Thema Selbstverwaltung und Unabhängigkeit.


Spätestens seit dem Bekanntwerden der Umsturzpläne rund um Heinrich XIII. Prinz Reuß und der Großrazzia im Dezember 2022 sind die sogenannten „Reichsbürger“ zum ernstzunehmenden Thema geworden. Annalena und Konstantin Küspert nehmen dieses gesellschaftliche Phänomen unter die Lupe, verfolgen die Hintergründe und stellen vor allem die Frage: Wie viel „Reichsbürger“ steckt eigentlich in uns?


Im Anschluss an das Stück findet ein Nachgespräch statt.

Besetzung

Inszenierung: Matthias Straub
Ausstattung: Elena Fischer
Dramaturgie: Cosma Corona Hahne

 

Presse

„Beängstigend überzeugend gibt Tobias Bode den seriösen Verführer im blauen Business-Anzug, unter dem orange Socken bekenntnishaft hervorleuchten. [...] Nachdrücklicher Premieren-Applaus würdigt Tobias Bodes hoch konzentriertes, eindringliches Spiel, das unsere Sensibilität schärfen sollte. Denn was derzeit am rechten Rand dieser Gesellschaft geschieht, ist eben leider mehr als Realsatire."

Neue Presse Coburg, 03. März 2024

„In der Rolle aber hat [Tobias Bode] brilliert – nicht aggressiv, nicht aufdringlich, mit scheinbar logischen Argumenten, auf jeden Fall charmant, agil - und unter der Hand äußerst subversiv."

„Der Rattenfänger zu Coburg hat die Flöte leise und melodiös angestimmt und bis zum lautstarken, nervigen Pfeifen gebracht. Gute Frage: Wieviel Reichsbürger steckt in jedem von uns? Sind wir schlau genug, zu durchschauen, was da für ein Musikstück gespielt wird? Ein Schauspiel zum Nachdenken, auch über eigene Ansichten. Und gut tut der, der seinen Kopf nicht gleich mit an der Garderobe abgibt."

Coburger Tageblatt, 03. März 2024