Die Walküre

Erster Tag des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner
Libretto vom Komponisten

Audioeinführung zu "Die Walküre", gesprochen von Dorothee Harpain

Der Kampf um Macht und Liebe geht weiter: Göttervater Wotan zeugt das Wälsungen-Geschwisterpaar Siegmund und Sieglinde als „freies“ Heldengeschlecht, durch das er hofft, den Ring zurückzugewinnen. Die Geschwister verlieben sich nichtsahnend ineinander – doch Fricka als Hüterin der Ehe duldet den Inzest nicht. Wotan sieht sich gezwungen, seinen Sohn zu opfern und befiehlt seiner Lieblingstochter Brünnhilde, Siegmund im Kampf gegen Sieglindes Ehemann Hunding zu töten. Die Walküre aber hat Mitleid mit dem Paar und widersetzt sich dem Befehl des Vaters …


Mit der 1856 fertig gestellten „Walküre“ schafft Richard Wagner ein packendes Familiendrama und verknüpft die Welt der Götter mit der Welt der Menschen. Eindrucksvoll zeichnet er mit Worten und Klängen die inneren Regungen und Leidenschaften der Figuren nach: Die großen Zwiegespräche und -gesänge zwischen Siegmund und Sieglinde, Wotan und Fricka, Brünnhilde und Siegmund sowie Wotan und Brünnhilde, gipfelnd im „Feuerzauber“, gehören zweifellos zum Eindringlichsten und Expressivsten, was je für die Opernbühne geschrieben worden ist. Nach dem großen Erfolg von „Das Rheingold“ in der Saison 2019/2020 setzt Alexander Müller-Elmau seine Inszenierung der „Ring“-Tetralogie fort und wird auch diesmal die familiären und emotionalen Verstrickungen und den Untergang einer Weltenordnung mit mythisch-symbolträchtigen Bildern zeitlos aktuell in Szene setzen.


Besonderes Catering-Angebot für "Die Walküre"
Die Vorstellung "Die Walküre" hat zwei Pausen à 45 Minuten. Für diese Pausen gibt es ein besonderes Cateringangebot. Bitte melden Sie sich bei Interesse gerne bis spätestens einen Tag vor der Vorstellung (gerne früher) bei unserem Cateringservice an. Hier erfahren Sie die tagesaktuellen Gerichte, aus denen Sie wählen und Ihr persönliches Menü zusammenstellen können.
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Unsere Partner und Förderer

Der Ring des Nibelungen
Der Ring des Nibelungen

Besetzung

Musikalische Leitung: Daniel Carter
Inszenierung und Bühne: Alexander Müller-Elmau
Kostüme: Julia Kaschlinski
Dramaturgie: Dorothee Harpain

Mit

Statisterie des Landestheater Coburg
Philharmonischen Orchester Landestheater Coburg

Presse

"Starke und symbolträchtige Bilder und Szenen zeichnen diese packende Coburger Inszenierung aus, die für die anspruchsvollen Solo-Partien teils auf bewährte Ensemble-Kräfte zurückgreift, teils Gäste engagiert. Allen voran sei hier die junge schwedische Sopranistin Asa Jäger erwähnt, die als wilde Walküre ihre leuchtende Stimme kräftig und ausladend erschallen lässt, um dann im abschließenden berührenden Zwiegespräch mit dem Vater leise, lyrische Töne hören zu lassen."

"Absoluter Star des Abends ist jedoch das Philharmonische Orchester des Landestheaters, das unter der fulminanten Leitung von GMD Daniel Carter brilliert. [...] Daniel Carter hält mit wunderbar austarierter Dynamik die Spannungsbögen [...]. Die hervorragenden Coburger Musiker*innen loten ungeheuer präsent alle Feinheiten der Partitur aus, und der Dirigent sorgt stets für eine ausgeglichene Balance zwischen Orchestergraben und Bühne. Von kammermusikalischer Intensität bei der „Todesverkündigung“ bis hin zu den ekstatischen Jubelklängen des „Walküren-Ritts“ wird jedes Motiv überlegt gestaltet."

Neue Presse Coburg, 19. April 2022

"Müller-Elmau bleibt nahe an den Figuren, stellt ihre Gefühle, ihre Leidenschaften in den Mittelpunkt und verwandelt Wagners [...] regelrecht in ein Kammerspiel. Das gelingt auch deshalb, weil die Solistenschar die darstellerischen Herausforderungen dank Müller-Elmaus detailgenauer Personenführung unerschrocken annimmt und intensiv und nuancenreich agiert."

Das Resultat ist eine „Walküre“, die diesen neuen Coburger „Ring“ nach dem vielversprechenden „Rheingold“ auf hohem Niveau fortsetzt – ein gelungener Kraftakt, der schon bei der Premiere viele auswärtige Wagner-Fans anlockte."

Coburger Tageblatt, 19. April 2022

"Unter den Ensemblemitgliedern gebührt Michael Lion als eindringlich und klug gestaltendem Wotan die Krone, Kora Pavelić als souveräne Fricka sowie Bartosz Araszkiewicz als markanter Hunding stehen ihm kaum nach. Unter den Gastsolisten ragte bei der Premiere vor allem eine heraus: Åsa Jäger als Brünnhilde. Die junge Schwedin bewältigt die Partie [...] nicht nur auffallend wortverständlich, sondern singt schon ihr erstes Hojotoho mit so viel quirliger Leichtigkeit, Höhensicherheit und Durchschlagskraft, dass es eine wahre Freude ist. Auch darstellerisch gelingt ihr ein bezwingendes Rollenporträt, das Konzentration, Kraft, Talent und Mut erfordert. Bravourös, ein Glücksfall von einem Wotanskind!"

Opernwelt, Juni 2022

"Es spricht viel für Coburg, wenn von den Sängern der Hauptpartien immerhin Wotan, Fricka und Hunding aus dem Ensemble heraus besetzt werden können – und mit Åsa Jäger eine große Brünnhilde auf der kleinen Bühne steht, um die die Coburger manch großes Haus beneiden würde. Soviel Zartheit bei soviel dynamischer Bandbreite und -höhe, soviel damenhafte, dabei jugendliche Vokal-Eleganz bei so viel dramatischer Inständigkeit: so muss eine junge Brünnhilde klingen. [...] Größere Häuser als Coburg könnten sich von dieser Besetzung eine Scheibe abschneiden – was [...] auch für die genau artikulierende, spitzenscharf spielende Fricka der Kora Pavelić und den Hunding des Bartosz Araszkiewicz gilt."

Der Opernfreund, 06. Juni 2022

"Im [...] Graben gestaltete Carter mit seinen Musikern einen klanglich edlen, mit kammermusikalischer Differenziertheit leuchtenden Orchesterklang, der in geradezu überraschender Durchhörbarkeit und farbintensiver Delikatesse, bei gleichzeitig dramatischer Kraft und enormer Vitalität beeindruckte. Wundervolle Soli gelangen zum Beispiel in den Celli oder mit der Bassklarinette, insgesamt auch blühender Klang der oft geforderten Blechfraktion, energisch pulsierende Rhythmik der Streicher schon in der Einleitung. So wurde auch Wagners Intention bewundernswert Realität, Sänger gerade zu Beginn längerer Phrasen nicht zu übertönen und zum Forcieren zu zwingen; besonders in den ersten beiden Akten bei zudem eher langsamen Tempi funktionierte solche Klangmischung optimal..."

"Hochspannung stellte sich bereits im ersten Akt ein: die griechisch-amerikanische Sopranistin Jessica Stavros als Sieglinde und der Siegmund des Roman Payer [...] sind ein hinreißendes Wälsungen-Paar, das in jeder Phase seines ängstlich-neugierigen Kennenlernens bis hin zum überbordenden Moment inzestuöser Liebe so rauschhaft wie glaubwürdig bleibt. Stavros begeisterte mit einer stimmlich kräftigen und zugleich lyrisch schillernden sowie schlank fokussierten Sieglinde; Payer betonte in seinem Stimmeinsatz weniger das Heldenhafte des für Schicksal empfundenen Auftrags als die trotz Krafteinsatz reiche Nuancierung des Sehnens seiner Seele."

Bachtrack.com, 07. Juni 2022

"The vocal discovery of the night was the young Swedish soprano Åsa Jäger, who sang Brünnhilde with clarion tone, crisp diction, and infectious zest. [...] I suspect that later in her career she will look back fondly on Coburg, where her ascent began."

The New Yorker, 13. Juni 2022

"Daniel Carter schöpfte die klanglichen Schönheiten und Besonderheiten der Partitur voll aus, entlockte dem sorgfältig einstudierten Orchester dynamisch differenziertes Spiel und war stets in bestem EInklang mit dem Geschehen auf der Bühne. Hier war das Reich von Alexander Müller-Elmau, der auch die Ausstattung besorgte und dem schon zuvor beim "Rheingold" ein stimmungsvolles Bühnenbild mit alten und neuen Elementen sowie eine lebendige Personenführung gelang. [...] Ebenso  geschmackvoll wie zeitlos gerieten die Kostüme von Julia Kaschlinski."

Das Orchester, Juli/August 2022

Weitere Stücke

Einblicke hinter die Kulissen

Probeneinblicke in "Das Rheingold"

Orchesterprobe von "Die Walküre" mit dem Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Daniel Carter 

Interview mit Roman Payer zu "Die Walküre"

Premiere von "Die Walküre"