Kultursalon

mit Ensemble-Mitgliedern des Landestheaters | Platzreservierung unter (09561) 80 87-0 erbeten

In der Spielzeit 2017/2018 haben wir ein neues Format eingeführt: den Kultursalon. In intimer Atmosphäre der Buchhandlung Riemann laden unsere Ensemblemitglieder nicht nur zu Lesung und Gespräch politischer Texte ein, sondern auch zu Belletristik, Lyrik, Biografie, ...

Der Eintritt ist frei, um vorherige Platzreservierung bei der Buchhandlung Riemann wird gebeten: (09561) 80 87-0.
Veranstaltungsort: Caféchen Buchhandlung Riemann


Kultursalon im April


Johannes Braun, 1. Kapellmeister am Landestheater, liest im Kultursalon am 09. April um 17:00 Uhr aus dem Buch von Giselher Schubert „Paul Hindemith“. Dazu erzählt er über den Probenprozess und die lustige Oper „Neues vom Tage“ von Paul Hindemith, die ab 30. März im Landestheater zu erleben ist.


Kultursalon im März


Lesung mit Thomas Straus und Diskussion zum Thema „Pflege“

Im März feiert ein besonderes Projekt in der Reithalle Premiere: Regisseur Marten Straßenberg widmet sich in seinem Schauspielabend mit dem Arbeitstitel „Forgotten Things“ gemeinsam mit den Ensemblemitgliedern Kerstin Hänel, Stephan Mertl und Thomas Straus sowie Mitgliedern des Jugendclubs einem Thema, das man nur zu gerne erst einmal weit von sich schiebt: dem Lebensabend verbunden mit allen Begleiterscheinungen und Beeinträchtigungen, die Alter und nahendes Lebensende mit sich bringen können.
Ob ein „Turne bis zur Urne“ vom medienaffinen Professor Dr. Dietrich Grönemeyer oder andere wohlmeinende Ratschläge und Buchtitel: Es stellt sich die Frage, ob das Prinzip der Selbstoptimierung bis ins hohe Alter gelten muss. Wäre ein bewusstes Annehmen des Todes als Teil des Lebens nicht eine gute Alternative zur verinnerlichten kapitalistischen Maxime? Und wäre ein bewusstes Annehmen der eigenen Sterblichkeit nicht der erste Schritt, dem eine Umkehr im Umgang mit den alten Menschen in unserer Gesellschaft folgen müsste. Wir verdrängen Krankheit und Tod aus unserem Blickfeld, indem wir Pflege und die Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit institutionalisieren. Und apropos Kapitalismus: Wie soll ein menschenwürdiges Leben im Alter gewährleistet werden, wenn der gesamte Pflegesektor nach privatwirtschaftlichen Kriterien funktioniert und die Alterspyramide in der Gesellschaft den Kollaps des Systems wahrscheinlich macht?

Neben Texten, u.a. von der Theaterautorin Felicia Zeller und dem Lyriker Ernst Herbeck, die sich mit Alter und Tod auseinandersetzen, bietet der Kultursalon am 12. März um 17 Uhr in der Buchhandlung Riemann einer Diskussion ein Forum, die diese Fragen aufgreifen möchte. Wie kann angesichts der Überalterung der Gesellschaft und fehlender alternativer Konzepte zur Pflege ein menschenwürdiges Leben bis ins hohe Alter für jede und jeden möglich sein? Neben dem Schauspieler Thomas Straus und Regisseur Marten Straßenberg konnte Johanna Thomack, Sozialpädagogin und Leiterin des AWO-Mehrgenerationenhauses, für diese Veranstaltung gewonnen werden.


Kultursalon im Februar


Blitzschnell verbreiten sich im digitalen Zeitalter schockierende Enthüllungsfotos und Falschmeldungen, werden pikante Details aus dem Privatleben öffentlicher Personen bekannt. Der Skandal, so die These in dem Buch „Der entfesselte Skandal“ von Bernhard Pörksen und Hanne Detel, ist allgegenwärtig. Jeder kann ihn auslösen und jeden kann es treffen. Woher aber kommt diese Lust am Offenlegen und Bloßstellen?


Am Dienstag, 12. Februar um 17:00 Uhr wird der Sänger Dirk Mestmacher im Caféchen der Buchhandlung Riemann Ausschnitte aus dem genannten Buch lesen, in dem als Beispiel auch der digitale Scheidungskrieg der Tricia Walsh-Smith angeführt wird. Und um einen Scheidungsskandal geht es auch in der Oper „Neues vom Tage“ von Paul Hindemith, die am 30. März am Landestheater ihre Premiere feiern wird. Ein satirisch-bissiges Stück über die Gier des Publikums nach Sensationen und über die Neuigkeitswut der Medien, die zur Unterhaltung ihrer Leser das Privatleben anderer Menschen ausschlachten.


Kultursalon im Januar


Schauspieler Alexander Tröger liest aus „30 Keller“ von Stephan Kaluza.


 


Kultursalon im November


„Schau an der schönen Gärten Zier …“
Kultursalon mit Thomas Straus und einem Überraschungsgast
Was empfinden wir als „schön“, was als „hässlich“? Welchem Wandel waren diese Kategorien als ästhetische Parameter im Laufe der Jahrhunderte unterworfen? Welche ethischen Fragestellungen verbinden sich mit einer „Kunst des Hässlichen“ und was hat das alles eigentlich mit Gartenkunst zu tun?
Im aktuellen Kultursalon am 13. November 2018 um 17:00 Uhr in der Buchhandlung Riemann beschäftigt sich Schauspieler Thomas Straus anhand eines philosophischen Essays mit dem Hässlichen in der Kunst. Und ganz im Sinne des Sprichwortes „Über Geschmack lässt sich trefflich streiten“ laden die Buchhandlung Riemann und Thomas Straus im Anschluss an die Lesung zur Diskussion ein. So viel sei im Vorfeld noch verraten: Erwartet wird zum Gespräch ein Überraschungsgast, der sich in seinen Arbeiten intensiv mit philosophischen Fragen auseinandergesetzt hat.


 


Kultursalon im Oktober


Marvin Zobel liest aus Goethes "Die Zauberflöte. Zweiter Teil"
Mit dem literarischen Opernbegleiter zu "Die Zauberflöte" von Jan Assmann startet der Kultursalon in die neue Saison. Marvin Zobel, seit September Ensemblemitglied am Landestheater Coburg und in der aktuellen „Zauberflöte“-Produktion als Papageno zu erleben, wird aus diesem liebevoll gestalteten Buch lesen, in dem neben dem Originallibretto Schikaneders erstmals sämtliche Märchen und Mythen versammelt sind, die Schikaneder inspiriert haben.
Sie wollen wissen, wie die „Zauberflöte“ weitergeht? Kommen Sie zu Lesung und Gespräch am Dienstag, 9. Oktober um 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei, bitte Plätze reservieren unter 09561-80870.

Besetzung

Johannes Braun (09. April)
Thomas Straus (12. März)
Dirk Mestmacher (12. Februar)
Alexander Tröger (08. Januar)
Thomas Straus (13. November)
Marvin Zobel (09. Oktober)