Selfies einer Utopie

Eine Theaterserie von Nicola Bremer

Wollte man die Theaterserie „Selfies einer Utopie" mit drei Adjektiven beschreiben, dann käme man vielleicht auf schnell, tagesaktuell und ressourcenschonend. Oder spontan, originell und sehr witzig. Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie" 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer und Bühnenbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. Die Serie lebt von der Improvisationskunst der Schauspieler, die spontan auf die Texte von Nicola Bremer reagieren. Geprobt wird nicht.

Verteilt auf die ganze Spielzeit sind fünf Folgen in der Reithalle geplant, die jede für sich steht. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ins Serienformat ist jederzeit möglich. Nicola Bremer schreibt jedes Mal neue Texte, die von drei Ensemblemitgliedern in einer offenen Improvisation auf die Bühne gebracht werden. Gespielt wird im gerade aufgebauten Bühnenbild und so verwandelt sich die Reithalle in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzenlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.

„Selfies einer Utopie" im Vorfeld zu beschreiben ist eigentlich unmöglich, denn das Format lebt von Spontaneität, vom schnellen, improvisatorischen Zugriff auf die Texte, die Nicola Bremer jeweils aktuell für die Abende schreibt. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie zu „Selfies einer Utopie" in die Reithalle!

Episoden:
#1 Eros Ramazzotti singt Karaoke: Samstag, 10.11.2018; Sonntag, 11.11.2018
#2 Eros Ramazzotti chattet mit der Anarchie: Samstag, 08.12.2018
#3 Eros Ramazzotti verliebt sich in einen Tacker: Freitag, 11.01.2019; Sonntag, 27.01.2019
#4 Eros Ramazzotti vergisst sein Geschlecht: Sonntag, 10.03.2019
#5 Eros Ramazzotti hat Angst vor der Arbeit: Samstag, 11.05.2019

Besetzung

Text und Regie Nicola Bremer
Bühne und Kostüme Jakob Ripp

#1
Mit 
Friederike Pasch
Valentin Kleinschmidt
Nils Liebscher
Alexander Tröger

#2
Mit
Eva Marianne Berger

Solvejg Schomers
Alexandra Weis

Presse

"Nicola Bremer [...] kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist megaout. Und so kokettiert der junge Regisseur mit einem Theater, das keinen Regisseur mehr braucht, und entwirft ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die Darsteller von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet."
Neue Presse, 12. November 2018

Fotoslider: (c) Dieter Ungelenk/Neue Presse