Masse Mensch Macht

Schauspielabend basierend auf dem Theaterstück „30 Keller (Atlantic Zero)” von Stephan Kaluza

Eine Entführung bildet den Ausgangspunkt von „30 Keller". Der Milliardär Meisner findet sich in einem irreal anmutenden Keller wieder und zu seinem Erstaunen ist sein Entführer die Höflichkeit in Person. Er kennt nicht nur jedes Detail aus dem privaten und geschäftlichen Leben Meisners, sondern ebenso seine intimsten Träume und Wünsche. Die Lösegeldforderung ist immens – 10 Milliarden Dollar in bar. Für noch größeres Erstaunen bei Meisner sorgt der Umstand, dass das Ziel des Entführers nicht Geldmaximierung, sondern ganz im Gegenteil Geldvernichtung ist. Ein Abwurf des Lösegelds über dem Atlantik soll das Geld der zerstörerischen Wirkung des salzhaltigen Wassers des Golfstroms überantworten. Rechnet man das Ganze hoch auf dreißig Entführungen, kann diese konzertierte Aktion die kapitalistische Grundordnung zumindest erschüttern. Ein Wortgefecht über die Macht in einer Welt an der Grenze zur globalen Ohnmacht entspinnt sich.

Der Fotograf, Konzeptkünstler und Autor Stephan Kaluza führt selbst Regie und gestaltet den Raum.

Besetzung

Inszenierung und Bühne Stephan Kaluza
Kostüme Ana Tasic
Dramaturgie Carola von Gradulewski

Meisner Bernhard Leute
Ronaldo Nils Liebscher

Presse

„Der entführte Milliardär Meisner (Bernhard Leute) und sein unerschütterlich, geradezu verblüffend höflicher Entführer Ronaldo (Nils Liebscher) – sie sind die ungewöhnlichen Protagonisten eines ungewöhnlichen Premierenabends im Landestheater Coburg.“
Coburger Tageblatt (14. Januar 2019)

„Im Ganzen aber erwartet die Zuschauer ein höchst spannender Abend mit Schauspielertheater par excellence und einem überraschenden Schluss, der hier nicht verraten werden soll: hingehen, selber schauen - es lohnt sich!“
Neue Presse (14. Januar 2019)

„Die Szenen der Zweisamkeit dieser beiden Männer unterbricht Kaluza, der auch Regie führt, durch nächtliche Traumsequenzen Meisners. In der ersten erschießt man ihn. „Sie sind in Sicherheit“, verspricht Ronaldo dem erwachten Gefangenen und deckt mit erschreckender Akkuratesse jeder Bewegung und in quälender Langsamkeit den Tisch, den er soeben auf die Bühne gerollt hat. Eine Szene, in der jeder Schritt und jedes Armbeugen von Nils Liebscher so präzise daherkommt, dass auch die schön-seltsame Surrealität seiner Figur deutlich wird.“
nachtkritik.de (12. Januar 2019)