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Monolog von Stefano Massini
Ins Deutsche übertragen von Sabine Heymann

Eden Golan ist eine gemäßigte, eher liberal denkende jüdische Geschichtsdozentin, Shirik Akhras eine palästinensische Studentin, die sich radikalisiert hat und zur Selbstmordattentäterin wird, und Mina Wilkinson eine amerikanische Soldatin, die in Tel Aviv ihren Dienst versieht. Die Schicksale dieser drei Frauen sind, ohne dass sie sich je kennenlernen, durch einen Vorfall am 8. April 2003 auf tragische Weise miteinander verbunden. An diesem Tag wird ein Selbstmordattentat auf eine Bar in Tel Aviv verhindert, zwei Frauen kommen bei dem Militäreinsatz ums Leben. Mina Wilkinson hatte Dienst an jenem Tag und war mit ihrem Einsatzkommando vor Ort.


In parallelen Monologen entfaltet der italienische Autor Stefano Massini die Geschichte der drei Frauen bis zu jenem Morgen im April, als sich ihre Lebenswege kreuzen. Ausgangspunkt für seine Rekonstruktion ist der 29. März 2002, 14:04 Uhr, also ein Jahr, zehn Tage und acht Stunden vor den Schüssen. Um das Ende wissend, erzählen die Frauen in schlichten Worten in drei kunstvoll ineinander verflochtenen Monologen von ihrem Leben. Stefano Massini lässt die drei Geschichten, die drei Sichtweisen auf den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, von einer Schauspielerin verkörpern und schafft dadurch ein eindringliches Bild für die enge Verstrickung der Konfliktparteien im Nahostkonflikt und die Gemeinsamkeiten der Menschen trotz politisch-ideologischer Differenzen.

Besetzung

Inszenierung Christina Gegenbauer
Bühne Frank Albert
Kostüme Frank Albert
Lichtregie Klaus Bröck
Sounddesign Nikolaj Efendi
Dramaturgie Fabian Appelshäuser