Exit Österreich

Texte von Helmut Qualtinger und anderen, kuratiert von Florian Graf

Ein piefkinesischer Flusspirat wird an den österreichischen Binnenstrand gespült. Eben noch träumte er von Kaperfahrten und Rum-Gelagen und jetzt bleibt ihm nur eine Postkiste, ein Kranz Weißwürste und ein Fass Sauerkraut in Neusiedl am See zwischen Winden am See und Weiden am See. Burgenland. Österreich. Fern der Heimat und auf sich alleine gestellt, wie weiland Robinson auf der Insel; wird er die Heimat jemals wiedersehen oder erkennt er doch, dass Österreich das gelobte Land ist?


Glücklicherweise oder unglücklicherweise nimmt sich ihm ein Einheimischer an. Travnicek, Österreicher von Geburt oder auch Beruf, sicher nicht aus Berufung, ist ein Mann voller Talente und Geheimnisse. Lokführer, Heurigenwirt, Philosoph − die Liste seiner Tätigkeitsfelder ist eh ur lang und seine Weisheit unerschöpflich. Ein bisschen Schwund ist immer, deswegen bassd’s ah eh, wenn sein Slivovic-Express über das Haustier eines verblichenen Streckenwärters rumpelt – mer ham eh ein Katastrophenjahr.


Aus den Satiren von Helmut Qualtinger hat Schauspieler Florian Graf einen Kabarettabend zusammengestellt, in dessen Adern die Hassliebe des Grandseigneurs des österreichischen Humors zu seiner Heimat pulsiert. Holger Seitz, dem Coburger Publikum schon als Regisseur von „Robin Hood“ bekannt, wird dieses kabarettistische Zuckerl im Saal des Münchner Hofbräus auf die Bühne bringen. Als Flusspirat und Travnicek werden sich unsere Hofschauspieler Stephan Mertl und Niklaus Scheibli die Ehre geben. Es wird eine Hetz!

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Besetzung

Inszenierung Holger Seitz

Ausstattung Susanne Wilczek

Licht und Ton N.N.

Dramaturgie Fabian Appelshäuser