Peter Grimes

Oper in drei Akten und einem Prolog von Benjamin Britten | Libretto von Montagu Slater nach der Verserzählung „The Borough“ von George Crabbe | In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Borough, ein kleines Dorf an der rauen Ostküste Englands: Der Fischer Peter Grimes wird beschuldigt, seinen Lehrling umgebracht zu haben. Aus Mangel an Beweisen wird er schließlich freigesprochen – doch die Dorfbewohner bleiben misstrauisch und meiden ihn fortan. Bis auf Kapitän Balstrode und die Lehrerin Ellen Orford, die ihn liebt und die Peter Grimes heiraten möchte. Doch als auch der zweite Lehrling Grimes' stirbt, verdichten sich die Gerüchte, dass Peter Grimes ein Mörder sei und der aufgebrachte Mob begibt sich auf den Weg zu seiner Hütte.

Der 1945 uraufgeführte Opernerstling von Benjamin Britten (1913-1976) gehört zu den erfolgreichsten Musiktheaterwerken des 20. Jahrhunderts und begründete seinen Ruf als bedeutendsten Opernkomponisten Englands seit Henry Purcell. Mit ausdrucksstarken, atmosphärisch dichten Orchesterklängen zeichnet er in den sinfonischen Zwischenspielen die Stimmungen des Meeres ebenso eindringlich nach wie die Gefühlswelt des innerlich zerrissenen Außenseiters Peter Grimes, der sich nach Anerkennung und Zugehörigkeit sehnt und an seiner Umgebung zerbricht.

Der in Wien geborene Regisseur Alexander Charim wurde 2016 mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet und ist gleichermaßen im Schauspiel wie im Musiktheater zuhause. Zuletzt arbeitete er u.a. an der Staatsoper Hannover, den Theatern Bielefeld und Osnabrück sowie dem Hans Otto Theater Potsdam.


Mit freundlicher Unterstützung der Brose Unternehmensgruppe

Besetzung

Musikalische Leitung Roland Kluttig
Chorleitung Mikko Sidoroff
Inszenierung Alexander Charim
Bühne Ivan Bazak
Kostüme Aurel Lenfert
Dramaturgie Dorothee Harpain

Peter Grimes, ein Fischer Roman Payer
Der Junge John, sein Lehrling Thomas Kaschel
Ellen Orford, Witwe und Lehrerin Olga Shurshina
Balstrode, pensionierter Kapitän Michael Lion
Auntie, Wirtin des Pubs „The Boar“ Kora Pavelic
1. Nichte Dimitra Kotidou / Laura Incko (03.02; 13.03.)
2. Nichte Francesca ParatoreLaura Incko (13.02.; 01.03.; 09.04.)
Bob Boles, Fischer und Methodist Peter Aisher
Swallow, Rechtsanwalt Bartosz Araszkiewicz
Mrs. Sedley, Witwe eines Komissionärs Emily Lorini 
Rev. Horace Adams, Pfarrer Dirk Mestmacher
Ned Keene, Apotheker und Quacksalber Marvin Zobel 
Hobson, Fuhrmann Jinwook Jeong
Dr. Crabbe Mees Menzner (Statisterie des Landestheaters Coburg)
Fischersfrauen Ioana Tautu / Anne Heßling, Joanna Stark / Tomomi Fujiyama
Fischer Christian Huber / Martin Trepl / Simon van Rensburg
Ein Anwalt Jan Korab / Marino Polanco
Bürger Marcello Mejia-Mejia /Martin Trepl; Christian Huber / Marino Polanco; Konstantinos Bafas / Jaehan Bae; Thomas Unger / Jinwook Jeong; Tae-Kwon Chu / Jan Korab; Simon van Rensburg / Sascha Mai

Statisterie des Landestheaters Coburg
Chor des Landestheaters Coburg 
Extrachor des Landestheaters Coburg 
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg

Presse

„Die Stürme, die in dieser Oper toben – sie sind nicht nur Stürme der Natur, sondern zugleich auch innere Stürme. Konsequent erzählt Charims Regie, wie aus Argwohn und Misstrauen schließlich Hass und Gewalt entsteht. Klugerweise verzichtet der junge Gastregisseur aus Wien darauf, platte politische Anspielungen zu inszenieren. Vielmehr zeigt Charim, wie aus Unkenntnis, Halbwahrheiten, Vermutungen und Unterstellungen Fremdenhass entsteht. Oper nicht als kulinarisches Spiel, sondern als packendes Musiktheater.“
Coburger Tageblatt, 28. Januar 2019

„Die Farben aus dem Graben lodern auf, es gibt passend zur Handlung ein obertonreiches Orchester-Fortissimo in aller Wucht, die virtuose Fingerfertigkeit von fünf Bühnenmusikern und den erhabenen Gesang von Solisten und Chören aus allen räumlichen Ebenen des Großen Hauses. Die Oper gerät atemberaubend in ihrer Coburger Premiere und als Zuschauer kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Es gibt begeisterte Bravos und aufbrandenden Beifall für diesen spannenden Abend.
Neue Presse, 28. Januar 2019