Marry Me a Little

Musical mit Songs von Stephen Sondheim | Konzipiert und entwickelt von Craig Lucas und Norman Rene | Off-Broadway-Produktion von Diane de Mailly | Originalproduktion: Production Company | Deutsch von Frank Thannhäuser

Online-Partnerbörsen boomen: Fast jeder dritte Deutsche ist Single und besonders in den deutschen Großstädten leben immer mehr Menschen allein. Von der Einsamkeit und der Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit erzählt auch das Zwei-Personen-Musical des Amerikaners Stephen Sondheim: Ein Mann und eine Frau sitzen samstagabends allein in ihrer Wohnung. Beide langweilen sich und träumen unabhängig voneinander davon, den oder die „Richtige" zu finden, nicht wissend, dass der andere nur wenige Meter entfernt ist. Ob sie es schaffen werden, die Distanz zu überwinden?

Siebzehn Songs aus diversen Musicals des Komponisten Stephen Sondheim (* 1930), der u.a. mit acht Tony Awards, acht Grammy Awards und dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde und dessen bekanntes Musical „Into the Woods" im Dezember in Coburg zu sehen sein wird, fügen sich mosaikartig zu einem heiter-melancholischen Abend zusammen und lassen uns ahnen, dass das Glück manchmal direkt vor unserer Nase liegt.

Nachdem sie in der vergangenen Saison mit Mark McClain Strawinskys „Die Geschichte vom Soldaten" in der Reithalle auf die Bühne gebracht hat, wird Amelie Elisabeth Scheer sich nun mit ihrer ersten Musical-Inszenierung vorstellen.

Besetzung

Musikalische Leitung + Klavier Marco Alejandro Cruz Otero / Dominik Tremel
Inszenierung Amelie Elisabeth Scheer
Bühne und Kostüme Susanne Wilczek
Choreografie Amy Share-Kissiov
Dramaturgie Susanne Schulze

Frau Veronika Hörmann
Mann Benjamin Hübner

Presse

"Diese gut einstündige Liederfolge um zwei einsame junge Menschen in New York, die nicht zueinander finden, wurde schon vielfach unter verschiedenen Prämissen interpretiert. Sie lässt sich, wie Regisseurin Amelie Elisabeth Scheer in der Reithalle beweist, sehr treffend und berührend in die im Virtuellen entschwindenden heutigen Verhältnisse übertragen."
Coburger Tageblatt, 02. Oktober 2018

"Mit fantastischer Stimme und ungemein ausdrucksstark interpretiert Veronika Hörmann die Holly, die alle Facetten der menschlichen (weiblichen?) Psyche in sich vereint, die mit dem Kuscheltier ins Bett schlüpft, träumt, tanzt, schwebt und doch auch furchtbar zornig und wütend werden kann. [...] An Hörmanns Seite brilliert Benjamin Hübner, äußerlich ganz cooler Businessmann, innerlich alleine, unsicher und zerrissen. Sein Joseph kann tanzen, toben, brüllen und natürlich wunderbar singen."
Neue Presse, 02. Oktober 2018