Fausts Verdammnis (La damnation de Faust)

Légende dramatique in vier Teilen von Hector Berlioz
Text von Hector Berlioz nach Johann Wolfgang von Goethe
in der Übersetzung von Gérard de Nerval

Zwischen großer Oper, Chorsinfonie und Oratorium schuf Hector Berlioz mit der 1846 uraufgeführten „légende dramatique“ eine ganz eigene „Faust“-Adaption: Er greift einzelne Episoden aus der allbekannten Handlung heraus und zeigt Faust als romantisch-melancholische, von Einsamkeit und „ennui“ ergriffene Figur. Faust ist des Lebens überdrüssig, fühlt sich der Welt und Gesellschaft entfremdet – da verspricht ihm Méphistophélès die Erfüllung all seiner Wünsche. Er führt ihn in Auerbachs Keller und weckt Fausts Verlangen nach der jungen Marguerite, die sich hoffnungslos in ihn verliebt. Sie tötet aus Liebe zu ihm ihre Mutter und wird zum Tode verurteilt. Faust versucht, sie zu retten …


Mit charaktervollen Solonummern und großen Chorszenen zeigt sich Hector Berlioz einmal mehr als Meister der orchestralen Klangfarben und der musikalischen Suggestion – seien es die Naturbilder, Fausts Höllenritt oder Marguerites himmlische Apotheose. In dem besonderen Ambiente der Morizkirche inszeniert der junge Regisseur Neil Barry Moss, der bereits mit großem Erfolg „Das Rheingold“ auf dem Parkdeck in Berlin in Szene setzte, das Stück als Spiel zwischen Gott und Teufel um Fausts Seele. Faust, Marguerite und ihr Mann Brander werden wie Schachfiguren gelenkt und suchen ihren Weg zwischen Verdammnis und Erlösung.


 


 

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Besetzung

Regie, Bühne und Kostüme: Neil Barry Moss
Musikalische Leitung: Daniel Carter
Choreinstudierung: Mikko Sidoroff, Michael Holzäpfel
Dramaturgie: Dorothee Harpain, André Sievers

Als Gast: Jean-Noël Briend als Faust

Statisterie des Landestheaters Coburg
Chor und Extrachor des Landestheaters Coburg
Symphonischer Chor Bamberg
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg