Die Zauberflöte

Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart | Libretto von Emanuel Schikaneder

Kaum ein Bühnenwerk erlebte eine solche Erfolgsgeschichte wie Wolfgang Amadeus Mozarts (1756-1791) letzte Oper „Die Zauberflöte". Bereits die Uraufführung im Wiener Freihaustheater auf der Wieden am 30. September 1791 war ein Triumph. Entscheidend für den Erfolg war jedoch nicht allein Mozarts Musik, sondern auch der Theatersinn seines Librettisten Emanuel Schikaneder. Im Stil des antiken Liebesromans handelt „Die Zauberflöte" vom Erkenntnisweg eines jungen Paares, das alle Prüfungen und Gefahren überwindet und schließlich zusammenfindet. Die Oper ist zugleich Komödie, Moralität, Märchen und Allegorie. Der Mozart-Forscher Alfred Einstein schrieb: „Die Zauberflöte gehört zu den Stücken, die ebenso ein Kind entzücken wie den Erfahrensten der Menschen zu Tränen rühren, den Weisesten erheben können. Jeder einzelne und jede Generation findet etwas anderes darin."

Die Botschaft, dass es kein Schwarz und Weiß gibt, sondern nur im Erkennen und dann im Überwinden der eigenen dunklen Seiten ein menschenwürdiges Dasein möglich ist, steht im Zentrum der „Zauberflöte". Die Königin der Nacht und Sarastro sind zwei Seiten einer Medaille und in der Überwindung dieser alten Dichotomie liegt die Hoffnung für die neue Generation mit Pamina und Tamino.

Der junge Regisseur Philipp Westerbarkei hat seine ersten Inszenierungen an der Deutschen Oper am Rhein präsentiert, wo er im Team mit der Bühnen- und Kostümbildnerin Tatjana Ivschina u.a. Bernsteins „Trouble in Tahiti" und Knussens „Wo die wilden Kerle wohnen" mit großem Erfolg auf die Bühne brachte. In der Saison 2018/2019 wird er dort auch mit Gounods „Roméo et Juliette" Premiere feiern.

Besetzung

Musikalische Leitung Johannes Braun
Chorleitung Mikko Sidoroff
Inszenierung Philipp Westerbarkei
Bühne und Kostüme Tatjana Ivschina
Dramaturgie Dorothee Harpain

Königin der Nacht Dimitra Kotidou
Sarastro Bartosz Araszkiewicz
Pamina Laura Incko
Tamino Peter Aisher
Papagena Francesca Paratore
Papageno Marvin Zobel
Monostatos Dirk Mestmacher
1. Dame Olga Shurshina / Rannveig Káradóttir
2. Dame Emily Lorini
3. Dame Kora Pavelic
1. Knabe Linnéa Benz / Anastasia Fendel
2. Knabe Saskia Fruntke / Katharina Trapp
3. Knabe Chiara Mitter / Laura Engelgeh
Sprecher / 1. Priester Michael Lion
2. Priester Jaehan Bae
1. geharnischter Mann Tae-Kwon Chu
2. geharnischter Mann Marcello Mejia-Mejia

Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg
Chor des Landestheaters Coburg

Presse

"Westerbarkei bringt das dramaturgisch heikle Werk verspielt und anspielungsreich auf die Bühne. Dabei demonstriert er, dass er Figuren effektvoll führen kann. Vor allem aber beweist er, dass er Massenszenen geschickt arrangieren kann – gerne auch mit einem Hang zum Slapstick."
Coburger Tageblatt, 01. Oktober 2018

"Der junge Dirigent führt das Philharmonische Orchester mit subtilem Gespür für die feinen dynamischen Nuancen und lässt Mozarts Musik mal markant volltönend, mal mit feinem Pinsel gezeichnet erklingen. Breite Klangfülle schwebt aus dem Orchestergraben und trägt das stimmlich und schauspielerisch überzeugende Ensemble."
Neue Presse, 01. Oktober 2018