Die Walküre

Erster Tag des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner

Libretto vom Komponisten

Der Kampf um Macht und Liebe geht weiter: Göttervater Wotan zeugt das Wälsungen-Geschwisterpaar Siegmund und Sieglinde als „freies“ Heldengeschlecht, durch das er hofft, den Ring zurückzugewinnen. Die Geschwister verlieben sich nichtsahnend ineinander – doch Fricka als Hüterin der Ehe duldet den Inzest nicht. Wotan sieht sich gezwungen, seinen Sohn zu opfern und befiehlt seiner Lieblingstochter Brünnhilde, Siegmund im Kampf gegen Sieglindes Ehemann Hunding zu töten. Die Walküre aber hat Mitleid mit dem Paar und widersetzt sich dem Befehl des Vaters …


Mit der 1856 fertig gestellten „Walküre“ schafft Richard Wagner ein packendes Familiendrama und verknüpft die Welt der Götter mit der Welt der Menschen. Eindrucksvoll zeichnet er mit Worten und Klängen die inneren Regungen und Leidenschaften der Figuren nach: Die großen Zwiegespräche und -gesänge zwischen Siegmund und Sieglinde, Wotan und Fricka, Brünnhilde und Siegmund sowie Wotan und Brünnhilde, gipfelnd im „Feuerzauber“, gehören zweifellos zum Eindringlichsten und Expressivsten, was je für die Opernbühne geschrieben worden ist. Nach dem großen Erfolg von „Das Rheingold“ in der Saison 2019/2020 setzt Alexander Müller-Elmau seine Inszenierung der „Ring“-Tetralogie fort und wird auch diesmal die familiären und emotionalen Verstrickungen und den Untergang einer Weltenordnung mit mythisch-symbolträchtigen Bildern zeitlos aktuell in Szene setzen.


 


 


Premiere am 27.03.2022 / Großes Haus

Besetzung

Musikalische Leitung: Daniel Carter

Inszenierung und Bühne: Alexander Müller-Elmau

Kostüme :Julia Kaschlinski