Der Vetter aus Dingsda

Operette in drei Akten von Eduard Künneke | Libretto von Herman Haller und Fritz Oliven nach einem Lustspiel von Max Kempner-Hochstädt

Aus Krankheitsgründen muss die Vorstellung von „Der Vetter aus Dingsda“ am Sonntag, 27. Oktober um 18:00 Uhr abgesagt werden. Bereits gekaufte Karten können an der jeweiligen Verkaufsstelle zurückgegeben bzw. für eine andere Vorstellung umgetauscht werden.


Wer kennt sie nicht, lästige Verwandte, die man „am liebsten nur von hinten sieht“? Besonders solche wie den gefräßigen Onkel Josse und die trunksüchtige Tante Wimpel, die zu allem Übel ihrem Mündel Julia de Weert noch ihren Neffen August Kuhbrot als Ehemann schmackhaft machen wollen. Aber Julia liebt nur einen: ihren Vetter Roderich. Der ist allerdings vor sieben Jahren nach „Dingsda“, einer Stadt im Indischen Ozean, aufgebrochen und hat seither nichts mehr von sich hören lassen. Just da tauchen gleich zwei Fremde auf, die behaupten, Roderich zu sein – wer ist nun der Richtige?


Geschickt beziehen Jörg Behr und Marc Weeger den Entstehungskontext des Stückes – „Der Vetter aus Dingsda“ wurde 1921 in Berlin uraufgeführt – und das Zeitkolorit der 20er Jahre in die Inszenierung mit ein und verlegen die Handlung in eine grüne Oase im fiktiven Holland, in der die Figuren gestrandet sind. Das Coburger Tageblatt lobte die „präzise, fein differenzierte Personenführung“ ebenso wie die Leistung des Philharmonischen Orchesters unter Roland Fister, welche „den melodischen Reichtum der Partitur mit Präzision und rhythmischem Elan“ auf der Bühne ausloten. Schmissige Foxtrott-, Tango und Walzerrhythmen wechseln sich ab mit schwelgerischen Melodien wie „Strahlender Mond“ – ein „smarter Operettenspaß“ mit Ohrwurmgarantie!


Bitte beachten Sie, dass kurzzeitig Stroboskoplicht zum Einsatz kommt!

Besetzung

Musikalische Leitung Paul Willot-Förster
Inszenierung Jörg Behr
Bühne und Kostüme Marc Weeger
Choreografie Daniel Cîmpean
Dramaturgie Dorothee Harpain

Julia de Weert Laura Incko
Erster Fremder Peter Aisher 
Hannchen Francesca Paratore / Dimitra Kotidou
Zweiter Fremder Jan Korab
Josef Kuhbrot Michael Lion
Wilhelmine Kuhbrot Anne Heßling
Egon von Wildenhagen
Dirk Mestmacher
Diener Hans Konstantinos Bafas
Diener Karl Martin Trepl

Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg

Presse

„Gastregisseur Jörg Behr, der erstmals am Landestheater inszeniert, lässt dem „Vetter aus Dingsda“ seinen vordergründig unterhaltsam Gestus, nimmt das Stück aber sehr ernst, blickt genau auf die Entstehungszeit und gestattet so den Zuschauern einen Blick hinter die Fassade.“
Coburger Tageblatt, 07. Mai 2019

„Vor lebendiger Orchesterkulisse erfreuen die auf Foxtrott-, Tango- und Walzerhymnen fußenden Schlager „ganzheitlich“, das Auge hört mit und die Ohrwürmer haben leichtes Spiel, vom pfiffigen Spottlied „Onkel und Tante, ja, das sind Verwandte, die man am liebsten nur von hinten sieht“ über die romantische Ode an den strahlenden Mond bis zum Gassenhauer „Der Roderich, der Roderich“. Langer herzlicher Applaus ist der Lohn für zweieinhalb Stunden guter Unterhaltung.“
Neue Presse, 07. Mai 2019