Così fan tutte

ossia La scuola degli amanti

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart | Libretto von Lorenzo Da Ponte
Reduzierte Orchesterfassung von Caterina Calderoni
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

„So machen es alle!“, klärt Don Alfonso seine Freunde Ferrando und Guglielmo über die Untreue der Frauen auf – auch ihre Verlobten Dorabella und Fiordiligi bilden da keine Ausnahme. Die jungen Männer weisen dies empört zurück und nehmen die Wette an: Sie versuchen verkleidet die Verlobte des jeweils anderen zu verführen. Was als leichtfertiges Experiment und erotisches Spiel beginnt, wird zunehmend bitterer Ernst …



Wolfgang Amadeus Mozart und sein Librettist Da Ponte sezieren in der „Schule der Liebenden“, wie ihr letztes gemeinsames, 1790 in Wien uraufgeführtes Werk im Untertitel heißt, das Phänomen der Liebe im Spannungsfeld von Verrat und Treue, Selbstaufgabe
und Freiheit. Mozarts Musik dringt dabei schonungslos unter die Oberfläche der Figuren und legt deren Gefühlsverwirrungen in diesem Spiel zwischen Wahrheit und Lüge offen. Dieser Doppelbödigkeit des Spiels und der „aufklärerischen Brutalität des Durchschauens“ gehen auch Dominik Wilgenbus, der zuletzt u.a. mit viel Charme und Humor „Der Vetter aus Dingsda“ am Volkstheater Rostock und „Zaira“ am Stadttheater Gießen inszenierte und seine Ausstatterin Sandra Münchow nach: „Wie schwach und verachtenswert der Mensch auch sei – er kann, will und muss lieben. So weit, so unklar, so Così“, meint Wilgenbus.


In prächtigen, teils beinahe rokokoartigen Kostümen entfalten die vier Liebenden einen Strudel der Leidenschaften, dem sich niemand entziehen kann.

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