Der goldene Hahn

Oper in drei Akten von Nikolai Rimski-Korsakow
Libretto von Wladimir Bjelski nach einem Märchen von Alexander Puschkin
Deutsch von Heinrich Möller

Nikolai Rimski-Korsakow hat mit seiner letzten Oper eine Politsatire im Märchengewand geschaffen, die auf das revolutionär aufgeladene Russland von 1905 Bezug nimmt und das Zarentum karikiert: König Dodon ist alt und bequem geworden. Doch sein Reich wird von allen Seiten bedroht und er sucht vergeblich Rat bei seinen beiden Söhnen. Da bietet ein Astrologe dem König einen goldenen Hahn an, der ihn durch sein Krähen vor jeglicher Gefahr warnen soll. Zunächst schickt König Dodon seine Söhne in die Schlacht und muss schließlich widerwillig selbst in den Kampf ziehen. Als Feind tritt ihm jedoch die schöne und verführerische Königin von Schemacha entgegen, die ihre ganz eigenen Pläne verfolgt …


In „Der goldene Hahn“ zeigt sich Nikolai Rimski-Korsakows kompositorisches Genie in Höchstform: Eine mitreißende, mitunter orientalistisch anmutende Musik, mit der er die Figuren seiner Oper farbenprächtig in Musik setzt. Intendant Bernhard F. Loges spürt in seiner zweiten Inszenierung am Landestheater Coburg den systemkritischen Tendenzen dieses Meisterwerkes nach und erzählt sie als Parabel auf die Realitätsferne von Politik. Ana Tasic entwickelt dazu eine modern-märchenhafte Bilderwelt, die die Aktualität dieser tragikomischen Geschichte über Macht, Intelligenz und Liebe greifbar werden lässt.

Besetzung

Musikalische Leitung: Daniel Carter
Inszenierung: Bernhard F. Loges
Chorleitung: Mikko Sidoroff
Bühne und Kostüme: Ana Tasic
Lichtregie: René Klötzer
Dramaturgie: Dorothee Harpain, André Sievers

Chor des Landestheaters Coburg
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg