Serenadenkonzert

Werke von Honegger, Dvořák, Wolf und Schubert

Eine „Serenade“ war im 18. Jahrhundert als „Abendmusik im Freien“ gedacht, deshalb freue ich mich, Ihnen in der sommerlichen Atmosphäre des Hofgartens einige heitere, eingängige Orchester-Miniaturen präsentieren zu können!


Arthur Honeggers erstem, wichtigen‘ Orchesterstück „Pastorale d’été“ ist eine Zeile aus Arthur Rimbauds „Aube“ vorangestellt, die wunderbar diese vom Impressionismus beeinflusste Tondichtung beschreibt: „J’ai embrassé l’aube d’été“ („Ich habe die Sommermorgenröte umarmt.“) Der atmosphärische Klangzauber dieses Werks, das Honegger im Sommer 1920 in der Nähe von Bern komponierte, passt wunderbar in die Kulisse des Hofgartens. Die Streicher-Serenade E-Dur war bereits zu Antonĺn Dvořaks Lebzeiten ein riesiger Erfolg und gehört zweifellos zu den wichtigsten Stücken für Streichorchester. Er komponierte sie in einer glücklichen Zeit seines Lebens, kurz nach seiner Hochzeit und der Geburt seines ersten Kindes, in nur zwölf Tagen im Mai 1875. Hugo Wolf ist vor allem für seine Lieder bekannt, doch auch seine „Italienische Serenade“ ist ein kleines Meisterwerk, das vor guter Laune nur so sprüht. Er ließ sich von Dichtungen, u.a. von Joseph von Eichendorff inspirieren. Wir spielen für Sie die zweite Fassung für Bratsche und kleines Orchester. Anders als in seinen anderen Sinfonien verzichtet Franz Schubert in seiner 5. Sinfonie auf Klarinetten, Trompeten und Pauken – eine Hommage an Mozart, dessen glühendster Verehrer Schubert war. „O Mozart, unsterblicher Mozart, wie viele wohlthätige Abdrücke eines lichten bessern Lebens hast du in unsere Seelen geprägt“, schrieb er während der Komposition 1816 in sein Tagebuch. Es zählt zu den beliebtesten Werken Schuberts und bildet den heiter-sonnigen Abschluss dieses Serenadenkonzerts. - Daniel Carter