"Charlie Chaplin - The kid"

Filmmusikkonzert mit dem Philharmonischen Orchester Landestheater Coburg

Erleben Sie Kino im Theater!


Zum Trailer auf das Bild klicken:



Trailer: The Kid © Roy Export S.A.S. 


In diesem Jahr verwandelt sich das Landestheater Coburg in Kooperation mit der Europäischen Filmphilharmonie erstmals zum Filmtheater mit Live-Orchester. Erleben Sie einen legendären Stummfilm mit Livemusik von unserem Philharmonischen Orchester unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Daniel Carter.


Im Mittelpunkt steht Charlie Chaplin - als Schauspieler, Komödiant, als Regisseur undals Komponist! Auf eingefleischte Cineasten, Chaplin-Fans und natürlich alle, die gute Filme mögen, wartet ein ganz besonderer Film-Konzertabend.


 


Charles Chaplin konnte sich genau an den Augenblick erinnern, als, wie er sagte, „music entered my soul “. Als kleiner Junge lebte er in Kennington in ärmlichen Verhältnissen. Dort hörte er einige Straßenmusiker, die am Kennington Cross „The Honeysuckle and the Bee“ auf Klarinette und Harmonika spielten. „It was here that I first discovered music, or where I first learned its rare beauty, a beauty that has gladdened and aunted me from that moment.“ Seine heftige Reaktion auf Musik ist eng verknüpft mit seiner Art der komischen Pantomime, die von Anfang an einen starken rhythmischen, ballettartigen Charakter hatte. Musik spielte eine wichtige Rolle bei den Aufführungen der Karno Comedy Sketch Company mit der Chaplin durch die Varietés tingelte, bevor er zum Film kam. Er erinnerte sich, dass Karno komische Kontraste dadurch erzielte, dass er den gröbsten Slapstick mit ausgefeilten Melodien des 18. Jahrhunderts unterlegen ließ.


Sobald er sich Instrumente leisten konnte, brachte Chaplin sich selbst Geige und Cello bei und verbrachte Stunden damit, auf dem Klavier und der Orgel zu improvisieren. 1916 veröffentlichte er 3 Lieder aus eigener Feder. Später schrieb und veröffentlichte er Stücke zu THE KID, THE IDLE CLASS und THE GOLD RUSH. In der Stummfilmära war es üblich, Arrangeure zu engagieren, die eine passende Filmbegleitung aus bereits existierender Musik zusammenstellten: diese wurde dann von der Besetzung aufgeführt, die sich das entsprechende Kino leisten konnte. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich Chaplin bereits bei den Arbeiten für A WOMAN OF PARIS (1923) intensiv mit den musikalischen Vorbereitungen beschäftigt hat.


(Ausschnitt aus einem Artikel von David Robinson, 1989)


 


Charlie Chaplin über seine Filmmusik:


„Eine erfreuliche Sache an der Filmmusik, die ich selber komponierte war, dass ich die Kontrolle über sie hatte. Ich versuchte, elegante und romantische Musik zu komponieren, um meine Komödien in Kontrast zu dem Charakter des Tramp zu setzen, denn die elegante Musik verlieh meinen Komödien eine emotionale Dimension. Die musikalischen Arrangeure haben dies kaum verstanden. Sie wollten, dass die Musik lustig ist. Ich jedoch erklärte, dass ich keinen Wettstreit wollte, ich wollte eine Musik mit Grazie und Charme als Kontrapunkt, um Gefühle auszudrücken, ohne die ein Kunstwerk unvollständig ist. (...)  Nichts ist aufregender und spannender, als die selbst komponierten Klänge zu hören, welche zum ersten Mal von einem fünfzig Mann starken Orchester gespielt werden.“


(Auszug aus der Biographie von Charles Chaplin (veröffentlicht 1964))


Mit dem Philharmonischen Orchester Landestheater Coburg
Musikalische Leitung:
Daniel Carter


 



FILMPHILHARMONIC EDITION


Film mit Genehmigung der Roy Export Company S.A.S
Musik mit Genehmigung von Bourne Music Publishers.