Streichsalat

Kinderkonzert

Ein fehlender Dirigierstab, ein unfertiges Musikstück, nicht genügend geprobt und dann auch noch ein Instrumentenwettstreit – das waren die Zutaten für ein verkorkstes Konzert. Doch Herr Taktstock und die Musiker des Philharmonischen Orchesters haben das Beste daraus gemacht.

Nach der erfolgreichen Rettung der Konzerte im Spiegelsaal ist das Streicherensemble nun ohne ihren Dirigenten in den Kindergärten der Stadt unterwegs, trotzen (fast) jedem Wetter und präsentieren ihre musikalischen Genusshäppchen vor den leuchtenden Augen der jungen Zuhörer unter blauem Himmel. Unter der Moderation des Geigers Bernhard Bihler hören die Kinder die Motive bekannter Werke, bei denen sofort Bilder im Kopf entstehen, wie jenes vom eleganten Schwan aus „Karneval der Tiere“ – erweckt durch die sanften Klänge des Cellos. Und wenn der Kontrabass erklingt, dann erwacht das Rhythmusgefühl zum Leben und die Kinder wippen im Takt mit. Auf diese schwungvolle Weise lernen die Zuschauer so auch die Streichinstrumente kennen. Manche Kinder entpuppen sich dabei als Experten, andere wiederum staunen nicht schlecht: Die größte Geige heißt Kontrabass, der so groß ist, dass sich in ihm ein Kind verstecken könnte. Und die ‚richtigen‘ Geigen können so schnell Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ spielen, als ob sie auf der Flucht wären. Da ist manch einem die Bratsche mit ihrem kuscheligen, warmen Klang dann doch etwas lieber.

Das und noch mehr erleben die Kinder hautnah und aus erster Hand von den Profis. Aber zum Schluss müssen auch sie selbst aktiv werden, damit das große Finale gelingen kann. Dabei zeigt sich: es braucht nicht nur Fingerfertigkeit, sondern auch Noten, um ein Instrument zu spielen, und zusammen mit einem Chor wird die Musik zu einem Gesamtwerk. Nur gut, dass die Kinder singen können!

Besetzung

Musikerinnen und Musiker des Philharmonischen Orchesters Landestheater Coburg

Presse

„Da stimmt von Anfang an sämtliches: Die sagenhaften Sachen, die Herr Unterton aus seinem Kontrabass-Kasten räumt, sorgen gleich zu Anfang für augenzwinkernde Überraschung. […] Am Ende gibt es Riesen-Jubel von den Kindern und ihren Eltern.“
Neue Presse, 05. Oktober 2019

Weitere Stücke