Paul*

Klassenzimmerstück von Eva Rottmann

Chris muss eine Wette gewinnen. Daher will er sich vor den Augen der Klasse in eine Frau verwandeln. Doch kaum beginnt er zu erzählen, wird schnell klar: Eigentlich geht es ihm um etwas ganz anderes. Er will seiner großen Liebe Paul beweisen, dass er voll und ganz zu ihm steht. Denn Paul lebte lange Zeit als Paula, doch eigentlich ist er ein Mann. Zu lange hat sich Paul in seinem Körper fremd gefühlt, bis er sich schließlich allen offenbarte.


Schonungslos offen erzählt Chris der Schulklasse von seinem veränderten Familienleben und den Ereignissen nach dem Outing, wobei sich für ihn nun die Fragen stellen: Was macht Männlichkeit, was Frausein aus? Woher wissen wir, wer wir sind und wer wir sein wollen? Auf der Suche nach Antworten lässt Chris die Schüler*innen an seinen Gedanken teilhaben und steht dabei immer in Konfrontation mit seinen stereotypen Vorstellungen von Liebe und Identität. Chris muss diese Vorurteile überwinden, will er seine Frau und seine Kinder nicht endgültig verlieren. Daher versucht er nachzuvollziehen, was Paul gerade erlebt.  Reicht es aber dafür aus, Frauenkleider anzuziehen?


Als Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich feierte das Stück im September 2020 seine Uraufführung. Humorvoll und sensibel befasst sich die vielfach ausgezeichnete Autorin Eva Rottmann mit der Vielfalt von Geschlechtsidentitäten und zeigt auf, dass unsere Sicht auf die Welt keinesfalls von Stereotypen bestimmt sein muss. In der Spielzeit 2021/2022 wird dieser Monolog in den Klassenzimmern der Region unterwegs sein und Theater unmittelbar erlebbar machen.


Buchungsanfragen über Christin.Schmidt@landestheater.coburg.de.

Besetzung

Regie und Kostüme Pauline Vorberg