Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor

Tanztheater nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Martin Baltscheit

Was bedeutet es, wenn allmählich das vertraute Leben in einem Nebel des Vergessens verschwindet? Der Comiczeichner und Kinderbuchautor Martin Baltscheit (* 1965) hat in einem berührenden Bilderbuch die Geschichte eines alten Fuchses erzählt, der diese Entwicklung durchläuft. Der mit allen Wassern gewaschene Fuchs, der alle Tricks kennt, um den Jagdhunden zu entwischen, reiche Beute zu machen und sein Wissen gerne an die nachwachsenden jungen Füchse weitergibt, tut sich immer schwerer seinen Alltag zu bewältigen.

Da sind zunächst nur kleine unmerkliche Momente der Irritation, wenn etwas nicht mehr rund läuft und er zum Beispiel die Wochentage durcheinanderwirft. Oder Brombeeren statt Fleisch frisst. Aber dann häufen sich diese kleinen Aussetzer bis zu dem Tag, an dem es ihm ein letztes Mal gelingt der Hundemeute zu entkommen. Dem Verlust seines Gedächtnisses jedoch kann er nicht entkommen, und so bleibt am Ende ein alter Fuchs, der nicht mehr weiß, wer er ist. Wenn sich dann die vorlaute Gänsegang über ihn lustig macht, ist das zwar nicht nett, aber eine gewisse Komik bringt der Gedächtnisverlust nun mal mit sich. Und es bleiben ihm ja die jungen Füchse, deren Geschichten von der Jagd er nun lauscht.

Am Landestheater Coburg wird das mehrfach ausgezeichnete Kinderbuch, das mit viel Sensibilität und ebenso viel Humor das Thema ‚Demenz' behandelt, als spartenübergreifendes Projekt mit Tänzern und einem Schauspieler realisiert.

Besetzung

Choreografie Mark McClain
Bühne und Kostüme Ana Tasic