Dis-Dancing / Jahreszeiten

Ein sechsteiliger Ballettabend

Mit Musik von Roland Fister, Johann Sebastian Bach, Philip Glass, Antonio Vivaldi u. a.

Nach der „umjubelten Premiere“ (Neue Presse) von „Social Dis-Dancing“ in der vergangenen Saison kehren zwei Teile des ergreifenden Tanzabends auf den Spielplan zurück: In seiner Choreografie „TogetherAlone“ lotet Ballettdirektor Mark McClain aus, wie Menschen einander trotz Distanz begegnen können. „Unser Kapellmeister Roland Fister hat während des Lockdowns ein Streichquartett mit dem Titel „Einsamkeit und Nähe“ komponiert“, erzählt Mark McClain, „Ich habe jedem Streichinstrument eine/n Tänzer*in zugeordnet, die miteinander in Beziehung treten. Seine Komposition ist für mich wie die Dissonanz des Alleinseins bis hin zu Harmonie und Schwung eines neuen Beziehungsgeflechts!“ Auch Tara Yipp beschäftigt sich in „Contact“ mit der Sehnsucht nach Nähe: „Kann man mit jemandem Kontakt haben ohne Berührung? Was ist mit einem Gespräch? Einem Blick? Einem gemeinsamen Lachen? Kontakt besteht aus Emotionen. Erinnerungen. Inspiration.“ Zur Musik von Philip Glass und Jóhann Jóhannsson entwickelte sie eine bildstarke Choreografie, die die Leerstellen für die Sehnsucht nach Berührung sichtbar macht und zugleich zeigt, dass man trotz Distanz miteinander in „Kontakt“ treten kann.


Im zweiten Teil des Abends stehen die „Vier Jahreszeiten“ im Zentrum, zu denen vier Mitglieder des Ballettensembles jeweils ihre eigene Choreografie entwickelt haben. „Der Frühling ist meine Lieblingsjahreszeit“, erzählt Jaume Costa. Ihn haben vor allem die Farbenpracht der Blumen und das Wiedererwachen der Natur inspiriert. Takashi Yamamoto hingegen setzte sich mit seinen Erinnerungen an den Sommer in seiner Heimat Japan auseinander: Menschen, die im Park liegen, lesen, fotografieren. Taifune, die im Spätsommer regelmäßig die japanischen Inseln heimsuchen. Chih-Lin Chans Choreografie „Herbst“ hingegen erzählt von der Entwicklung eines Paares und dem Gefühl der Melancholie, aber auch der Gemütlichkeit dieser Jahreszeit. Die unterschiedlichen Bewegungen der Schneeflocken in einem Sturm haben Mireia Martinez Pineda zu ihrer „Winter”-Choreografie inspiriert: „Ich finde, in Antonio Vivaldis Musik kann man tatsächlich das Fallen der Schneeflocken hören”, erzählt sie. Aber auch das Bild, zusammengekuschelt in einer warmen Hütte zu sitzen, während draußen der Sturm tobt, beeinflusste ihren Teil des Ballettabends. Nachdem der Winter seine ganze Schönheit gezeigt hat, werden zum Schluss die Farben des Frühlings wieder sichtbar – ein ewiger Kreislauf aus Wachstum und Stillstand, Werden und Vergehen …


Die Choreograf*innen greifen dabei auf die berühmte gleichnamige Komposition von Antonio Vivaldi zurück, verweben diese aber auch mit Jazz-Elementen und elektronischen Klängen. Ein intensiv getanztes Panorama des Erwachens, der Leidenschaft, Trennung, des Abschied und der Wiederkehr!


 


 

Weitere Termine

Besetzung

TogetherAlone
 
Musikalische Leitung und Komposition Roland Fister
Choreographie Mark McClain
Bühne und Kostüme Susanne Wilczek
Choreographische Mitarbeit Tara Yipp
Videoeinspielung Sylvain Guillot

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Landestheater Coburg

1. Violine Daniela Steinmetz/ Soweol Kim
2. Violine Judith Volz/ Lien Phan
Viola Zhuo Lu/ Veronika Patterer
Violoncello Burkhard Sauber/ Woongwhee Moon

Contact

Choreographie, Bühne und Kostüme: Tara Yipp
Mitarbeit Bühne und Kostüme Susanne Wilczek

Vier Jahreszeiten

 Choreographie Frühling Jaume Costa
 Choreographie Sommer
Takashi Yamamoto
 Choreographie Herbst
Chih-Lin Chan
 Choreographie Winter
Mireia Martinez Pineda
 Choreografische Mitarbeit Tara Yipp
 Kostüme
Jaume Costa, Takashi Yamamoto, Chih-Lin Chan, Mireia Martinez Pineda

Lichtregie René Klötzer
Dramaturgie Dorothee Harpain