„Der Großinquisitor“ goes Schlick 29 - Premiere am 05. April

Am Freitag, 05. April um 20:00 Uhr feiert „Der Großinquisitor“ von Fjodor Dostojewski Premiere im Schlick 29. Die Schauspieler Valentin Kleinschmidt (Regie) und Thomas Kaschel (Spiel) bringen in den beeindruckenden Räumlichkeiten der ehemaligen Fleischerei Schlick im Steinweg 29 das berühmteste Kapitel aus Dostojewskis Roman „Die Brüder Karamasow“ auf die Bühne.

Man stelle sich vor, Jesus entschließt sich noch einmal die Erde zu betreten und wird erneut zum Tode verurteilt. Der Vorwurf: Er habe die Menschheit zum freien Willen verführt und sie somit hoffnungslos überfordert. Die Frage nach Wert und Notwendigkeit des freien Willens könnte aktuell nicht dringlicher sein. Und so haben Valentin Kleinschmidt, Ines Bartl, die die Ausstattung übernimmt und Thomas Kaschel die Geschichte im Heute verortet und lassen das Publikum an dem Vortrag eines Mannes teilnehmen, der über Freiheit spricht und seinen Zuhörern im Laufe des Abends erklärt, wie unmündig die Menschen sind. Durch die räumliche Nähe im Schlick 29 wird das Publikum selbst mit einbezogen. Und letztlich kann dadurch auch ein Experiment entstehen: Wie funktioniert Autorität? Wie leicht lässt man sich selbst in Versuchung bringen? Ob und in welcher Form Jesus selbst in diesem Ambiente erscheint, sei noch nicht verraten.

Die Abendkasse vor Ort öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

2019-04-03