„Forgotten Things“ feiert am 29. März Premiere in der Reithalle

Am Freitag, 29. März feiert um 20:00 Uhr „Forgotten Things (Arbeitstitel)“ ausgehend von Felicia Zellers Stück „Meine Mutter war einundsiebzig und die Spätzle waren im Feuer in Haft“ Premiere in der Reithalle des Landestheaters. Gemeinsam mit den Schauspielern Stephan Mertl, Thomas Straus und Kerstin Hänel sowie Mitgliedern des Jugendclubs hat der junge Regisseur Marten Straßenberg einen Theaterabend zum Thema Pflege und Alter entwickelt, in dem neben Felicia Zellers Stück weitere Texte, Tanz und Bewegung, Sounds und Video Eingang finden.

Angereichert mit biografischen Details erzählt die Inszenierung vom Alltag dreier Senioren (gespielt von Kerstin Hänel, Stephan Mertl und Thomas Straus) in einer Altersresidenz. Wir erleben die Bewohner in ihrem letzten Lebensabschnitt, angewiesen auf die Hilfe professioneller Pfleger, die wiederum von Mitgliedern des Jugendclubs des Theaters verkörpert werden. Das Recht auf eine individuelle, selbstbestimmte Lebensgestaltung auf der einen Seite, und die reglementierten Abläufe des Heimalltags auf der anderen Seite kollidieren, was Stoff für Konflikte, aber auch für komische Situationen liefert.

Spätestens seitdem ein junger Mann während des letzten Bundestagswahlkampfs vor laufenden Kameras die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Missstände in der Pflege ansprach, ist das Thema in aller Munde. Auch Marten Straßenberg hat sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, mit Überlastung des Pflegepersonals, Zeitmangel und der Rolle der Pflegekonzerne und sich die Frage gestellt, inwieweit es hier noch um den Menschen gehen kann. Aber auch der Aspekt des Sterbens und des Umgangs mit dem Tod in der Gesellschaft interessieren den Regisseur: „Was kann ich vom Tod für das Leben lernen?“

2019-03-27