Tell Me on a Sunday
Musical von Andrew Lloyd Webber, Texte von Don Black
Das ist eine gewagte Frage: Was haben Emma aus dem Lloyd-Webber-Musical „Tell Me on a Sunday“ und der Müllergeselle aus Schuberts „Schöner Müllerin“ gemeinsam? Richtig: Beide singen in einem Liederzyklus von unerfüllter Liebe auf einer mehr oder weniger realen Wanderung. Andrew Lloyd Webber und Texter Don Black schrieben ihren modernen Liederzyklus 1979 für ein Theaterfestival und hatten ein Fernsehformat von einer knappen Stunde vor Augen. Nach der Bühnen-Generalprobe produzierte die BBC dann tatsächlich die Ein-Frau- Show, in der der Song „Take That Look Off Your Face“ zum Hit wurde und die internationalen Charts stürmte.
Emma ist an ihrem Traumziel New York angekommen. In Briefen schildert sie ihre Träume und ersten Abenteuer, aber auch ihre ersten Enttäuschungen in Sachen Liebe. Das ist mitunter in der Kürze der Szenen und Songs so intensiv, dass uns dieser Webber gar nicht wie ein Webber vorkommt. „Tell Me on a Sunday“ ist jedenfalls wunderbar mehrdeutig, ein klangvoller Vorläufer moderner Drastik-Märchen wie „Sex and the City“, nur viel poetischer.
Für Ulrike Barz soll Emma nach ihrem „My Name is Barbra“-Abend und der „Evita“ in der vergangenen Saison zur neuen Paraderolle werden. Dass der Broadway auch im kleinen Format schillern kann, hat sie längst bewiesen. Wie nah sie den Zyklus von Liedern von Liebe und Trennung an die großen Romantiker heranrücken wird, bleibt aber erst einmal ihr Geheimnis. Lüften wir es gemeinsam ...
Mitwirkende
Musikalische Leitung
Inszenierung
Ausstattung
Dramaturgie