Ganz nah dran: Premiere "Geächtet"

Am Samstag, 7. April feiert das Erfolgsstück von Ayad Akhtar Premiere
Amir Kapoor lebt den amerikanischen Traum: Als Kind pakistanischer Einwanderer hat er es ganz noch oben geschafft und arbeitet in einer angesehenen jüdischen Anwaltskanzlei in New York. Der Preis, den er für seinen gesellschaftlichen Aufstieg gezahlt hat, heißt Assimilation. Das Misstrauen gegenüber Muslimen im Amerika nach 9/11 ist groß. Seine Frau Emily, eine protestantische weißen Amerikanerin, steht kurz vor ihrem Durchbruch als Malerin. Ihre von islamischer Kunst inspirierte Malerei hat das Interesse von Isaac, einem jüdischen Kurator des Whitney Museum geweckt. Dessen Frau Jory, eine Afroamerikanerin, ist eine Arbeitskollegin von Amir.

Bei einem Abendessen der beiden Paare eskaliert die Situation, und unter der scheinbar aufgeklärten, intellektuellen Oberfläche brechen sich Vorurteile und latenter Rassismus Bahn. Das Besondere: Die Zuschauer nehmen im Großen Haus des Landestheaters direkt auf der Bühne, wie in einer Stierkampfarena um die Drehbühne herum Platz.