Projekt Parzival

nach Tankred Dorst | Für Menschen ab 14 Jahren

Gral oder Gold, Zauberer oder Teufel, Kundry oder Gretchen? Das Bürgerprojekt „Parzival" des Jungen Landestheaters beschäftigt sich mit der mittelalterlichen Parzival-Sage und ihren Verästelungen bis in die Neuzeit.

Viele Schriftsteller hat Wolfram von Eschenbachs Original-Roman aus dem 13. Jahrhundert bis zum heutigen Tage inspiriert. Und auch, wenn „Parzival" gerade einmal nicht in Mode war, bekamen zentrale Gedanken des Originals durch alle Jahrhunderte hindurch Junge. So war es auch im 16. Jahrhundert, das den Beginn der historischen Neuzeit markiert.

Damals wurde ein gewisser Dr. Faust zum Sinnbild des Strebens nach menschlicher Vollkommenheit. Er suchte nach einem Rezept, um Gold herzustellen und kam dabei erwartungsgemäß ums Leben. Johann Wolfgang von Goethe aber erinnerte an diesen Dr. Faust, der, weit gebildeter als Ritter Parzival, auf seinem Weg zur Perfektion keinen bösen Zauberern, dafür einem ziemlich bösen Teufel aufsaß.

Im Jahr 2017 beschäftigt sich die Landesausstellung „Ritter, Bauern, Lutheraner" mit dem 16. Jahrhundert, und dieses Bürgerprojekt „Parzival" reflektiert die Fragen, die auch dort an die Geschichte gestellt werden. Das alles ist ein weiter Bogen, und es kann sein, dass sich die Beteiligten des Projektes auch ganz anders orientieren, etwa an den modernen Spiegelungen des Mythos durch Autoren, wie denen des im thüringischen Oberlind geborenen Tankred Dorst. Lassen wir uns überraschen!

Projektleitung Luca Pauer
Spielleitung Anne Rieckhof (Club 56), Peter Molitor (Jugendclub)

Es spielen
Mitglieder des Jugendclubs und des Club 56

Pressestimmen

"Viele der oft in chorischem Sprechen angelegten Szenen entfalten eine fast schon irritierende Sogwirkung, lassen in der Konfrontation von Jugend und Alter, von enthusiastischer Unbefangenheit und illusionsloser Lebenserfahrung spannende Begegnungen entstehen. Ein Abend voller Wucht und Zartheit, der vom Publikum mit Ovationen gefeiert wird."
Coburger Tageblatt, 16. Mai 2017

"Ihre Wirkung entfaltet diese Inszenierung denn auch eher auf assoziativer Ebene, durch die Poesie der Bilder und die elementare Kraft des Körperspiels. Das Premierenpublikum zeigte sich berührt und begeistert von der Leistung des 'Multi-Generationen-Ensembles'."
Neue Presse, 16. Mai 2017