Die Grönholm-Methode

Schauspiel von Jordi Galceran

Stresstest und Rollenspiel aus dem Assessment-Center: Derart würde man die „Grönholm-Methode" nur unzureichend beschreiben. Vier Menschen werden in einem Bewerbungsverfahren nach Strich und Faden psychologisch durchleuchtet und wie Laborratten dabei beobachtet. Das Fiese: Unter den Aspiranten befindet sich auch ein Personalmanager der einstellenden Firma.

So ist die Versuchsanordnung in Jordi Galcerans Schauspiel, das in dieser Spielzeit wieder aufgenommen wird am Landestheater Coburg. Drei Männer und eine Frau spielen sich hier 90 Minuten lang nicht die Bälle zu, sondern versuchen, sich die Bälle wegzuschnappen. Schließlich geht es um die eigene Karriere, die eigene Existenz.

Von ganz oben werden die Spielregeln vorgegeben, aus dem Off kommen Anweisungen und Aufgaben, die einzelne Kandidaten bis auf die Knochen blamieren oder sie eine Runde weiterbringen können. Dies könnte als moralisierendes Proteststück daherkommen, tut es aber nicht.

Begeistert reagierte das Publikum im Mai 2016 auf die Premiere des Stücks, und auch die Kritiker zollten Lob: „Ein starkes Stück, toll gespielt, heiß beklatscht", schrieb zum Beispiel die Coburger „Neue Presse" und fragte: „Was die Sache dabei so reizvoll macht? Wir wissen 90 spannende Minuten lang nicht, woran wir sind an diesem witzigen Abend im Coburger Landestheater. Und selbst die Schluss-Pointe wird noch ausgehebelt in dieser raffinierten schwarzen Psycho-Komödie." Fazit: „Anschauen!"

Inszenierung Alice Asper
Bühnenbild und Kostüme Karlheinz Beer
Dramaturgie Carola von Gradulewski

Sebastian Weigand Thorsten Köhler
Richard Möhrle Niklaus Scheibli
Fiona Bellinghausen Elisabeth Fues/Anne Rieckhof
Erik Petzold Nils Liebscher

Pressestimmen

"Mit ihrem großartigen Darstellerquartett bringt sie [Regisseurin Alice Asper] den bissigen Witz flott und präzise zur Wirkung und führt ihr vergnügtes Publikum zielsicher in die Irre."
Neue Presse, 30. Mai 2016

"Anne Rieckhof, Thorsten Köhler, Nils Liebscher und Niklaus Scheibli sind in der stimmigen Personenführung von Alice
Asper ein bestens funktionierendes Schauspielerquartett. Die vier stellen die unterschiedlichen Charaktere der Bewerber präzise heraus und wissen gleichzeitig subtil ein emotionales und psychologisch vertracktes Netz über die anderthalb pausenlosen Theaterstunden zu werfen (...)"
Coburger Tageblatt, 30. Mai 2016

"Die Umsetzung des Schauspiels aus der Feder von Jordi Galceran, sensibel und filigran inszeniert von Alice Asper (...), ist genial."
Coburger Wochenspiegel, 1. Juni 2016