Parsifal

Bühnenweihfestspiel von Richard Wagner | Mit großzügiger Unterstützung der Brose Unternehmensgruppe

Die Gralsritter haben ein Problem. Seit sie den Aufnahmeantrag Klingsors abgelehnt haben, geht es mit ihrem Wortführer Amfortas bergab. Der Abgelehnte raubte den heiligen Speer und schlug Amfortas eine Wunde, die nicht mehr heilen will. Immer, wenn der Heilige Gral enthüllt wird, leidet der junge König Höllenqualen. Nur ein durch Mitleid wissender reiner Tor, so raunen die Ritter, könne Erlösung bringen. Ein Tor ist schnell gefunden. In Klingsors Zaubergarten schlägt er sich schon einmal prächtig. Als der böse Querulant den heiligen Speer nach ihm schleudert, bleibt der über Parsifals Kopf in der Luft stehen.

Da wird man hellhörig: Ein Speer bleibt in der Luft stehen? Ein reiner Tor erlöst eine Ritterschaft? Jawohl, liebe Realisten, in Wagners Welt und Wähnen kann so etwas immer vorkommen.

Und nicht nur Wagnerianer lassen sich gern einmal aus der Wirklichkeit entführen. Gilt es doch hier dem letzten Werk des Meisters aus Leipzig, der in Bayreuth heimisch wurde. Nicht weniger als 23 Jahre arbeitete er – mit Unterbrechungen durch Geldnot, Ehekrise oder Festspielgründung – an diesem Opus. König Ludwig II. drängte Richard Wagner den „Parsifal" zu vollenden.

Selbst Wagners größte Kritiker sprechen den Titel dieser Oper immer mit Ehrfurcht aus. Wer sich ihr aussetzt, wird Teil einer kollektiven Meditation, die ihresgleichen sucht. In Parkett und auf dem Rang wähnt man sich durch eine höhere Macht erhoben, schon um das Sitzfleisch wenigstens in Gedanken zu schonen. Zum Raum wird hier die Zeit.Trennlinie durchgehend
Spieldauer ca. 5 Stunden und 15 Minuten inklusive Pausen
(je eine Pause nach dem 1. und 2. Aufzug, Dauer ca. 40 Minuten)

Pausenbewirtung durch die Künstlerklause im Büffet des Landestheaters und am Weinstand auf dem Schlossplatz
Vorbestellungen werden vor Aufführungsbeginn im Büffet (1. Obergeschoss) entgegengenommen, eine Vorbestellung per Telefon unter 09561 / 90705 oder per Mail an post@kuenstler-klause.de ist ebenfalls möglich

Die Karte mit dem Speisen- und Getränkeangebot steht hier zum Download bereit.
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Musikalische Leitung Roland Kluttig
Inszenierung Jakob Peters-Messer
Bühnenbild und Lichtgestaltung Guido Petzold
Kostüme Sven Bindseil
Choreinstudierung Lorenzo Da Rio
Dramaturgie Renate Liedtke

Amfortas Michael Bachtadze
Titurel Felix Rathgeber
Gurnemanz Michael Lion
Parsifal Roman Payer
Klingsor Michael Bachtadze
Kundry Tünde Szaboki
2. Gralsritter Felix Rathgeber
1. Knappe Nadja Merzyn
2. Knappe Verena Usemann
3. Knappe Dirk Mestmacher
4. Knappe David Zimmer
Klingsors Zaubermädchen
Ana Cvetkovic-Stojnic, Julia Da Rio, Anna Gütter, Nadja Merzyn, Kora Pavelic, Verena Usemann
Alt-Solo Kora Pavelic

Chor und Extra-Chor des Landestheaters
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg


Pressestimmen

"Szenisch wie musikalisch braucht sich dieser Coburger 'Parsifal' in keiner Weise zu verstecken."
Coburger Tageblatt, 11. April 2017

"Musikalisch ist der Coburger Parsifal ein zu Recht gefeierter Hochgenuss."
Neue Presse, 11. April 2017

"Mit geringsten äußeren Mitteln ist Peters-Messer und seinen Ausstattern Guido Petzold und Sven Bindseil ein ganz großer Regie-Wurf gelungen, eine konsequente, plausible und absolut zeitgemäße Sicht auf Wagners 'Parsifal' (...)."
Bayerischer Rundfunk, 10. April 2017