Boat People Opera

von Syrène Nazora
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Zweiter Preis des 2. Coburger Forums junger Autoren
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Das Stück verwebt die Schicksale einiger junger Menschen, die in einem Land der arabischen Welt leben – eines der Länder, aus denen Menschen mit großer Hoffnung auf ein besseres Leben nach Europa fliehen. Schlepper, Unterhändler und Befehlshaber halten die Fäden in der Hand, das Volk lebt in Angst. Wer nicht fliehen kann, arrangiert sich. Nicht die Flucht selbst, sondern die Zeit davor steht im Fokus: das Warten, die Angst und die Gewalt.

Zwischen Saabi und Syrèna entwickelt sich eine Liebesgeschichte mit wenig Hoffnung. Er will fliehen, um seiner Familie aus Europa Geld zu schicken, sie ist die Verlobte des Prinzen. Syrènas Vater ist der Schlepper Shek, ihm sind die Menschen ausgeliefert, die einfach nur wegwollen. Seine Tochter, die er sehr vorteilhaft verheiraten möchte, ist für ihn vor allem ein Statussymbol. Auch die Mitglieder der Gang, die Saabi trifft, wollen weg. Und der junge Schweini träumt davon, in Europa Fußballer zu werden, auch mit nur einem Auge.

„Boat People Opera" ist authentisch, rau und mit hohem Tempo erzählt.

Syrène Nazora wurde 1984 in Paris geboren und ist in Berlin aufgewachsen. Ihre Mutter ist Französin, ihr Vater Serbe. Sie arbeitet als Schauspielerin und Musikerin mit freien Gruppen in Sarajewo, Belgrad und Berlin. „Boat People Opera" ist Teil einer Trilogie zum Thema Migration. Die Stücke „Tohuwabohu", „Skipetar Blues" sowie „Boat People Opera" behandeln dieses Thema aus der Perspektive der Migranten. Sie wollen keine Reflexion oder ein Diskussionsbeitrag zu einem tagespolitischen Diskurs sein. „Boat People Opera", das in Zusammenarbeit mit dem Rapper DASH entstand, ist eine neue Version der Liebesgeschichte von Romeo und Julia vor dem Hintergrund von Flucht, Migration und politischer Verstrickung von Tätern und Opfern.
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Präsentation im Rahmen eines Autorenabends mit szenischer Lesung

Februar 2017
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